Ein gut installierter Elektro-Weidezaun ist die modernste und wirksamste Art der Einzäunung. Ganz gleich ob der Zaun in der Tierzucht, im Wildschutz oder zur Hütung von Haus- und Hoftieren eingesetzt wird.
Der Elektro-Weidezaun ist völlig ungefährlich, praktisch, kostengünstig und hütesicher. Hierzu muss er allerdings als "System" verstanden werden, bei dem kein Bestandteil vernachlässigt werden darf.
Höhe und Anzahl der Zaunleiter sind vom Zauntyp abhängig:
Unterteilungszäune sind meistens nachwandernde Zäune, die ein streifenweises Abweiden ermöglichen (strip grazing). Die Unterteilung einer Weide in mehrere Koppeln mit einer gemeinsamen Wasserstelle kann aber auch dauerhaft sein. Für einen Unterteilungszaun wird davon ausgegangen, dass ein einziger Leiter in Brusthöhe genügt. Sind Jungtiere zusammen mit ausgewachsenen Tieren auf der Weide, reicht es im allgemeinen, den Leiter um 10 bis 15 cm niederiger zu spannen.
Aussenzäune sind nicht nur dazu da, Tiere einzuzäunen, sondern auch um Tiere auszuzäunen/abzuwehren (z.B. Wildabwehrzaun).
Daher ist es ratsam, mindestens zwei Leiter in unterschiedlicher Höhe zu spannen: den oberen in Brusthöhe eines erwachsenen Tieres und den unteren in der Mitte, zwischen dem oberen Leiter und dem Boden. Hierdurch wird verhindert, dass spielende Jungtiere die Umzäunung verlassen und dass streunende Tiere die Weide betreten.
Es kann vorkommen, dass der Untergrund zu trocken ist, um eine gute Rückführung der Impulse über die Erdung zu gewährleisten. In diesem Fall werden ein bzw. mehrere Litzen oder Drähte zusätzlich gespannt, die mit dem Anschluss "Erde" des Weidezaungeräts verbunden werden und parallel zu dem bzw. den stromführenden Leitern über die ganze Zaunlänge gehen. Diese Erleitung ist ca. alle 100 m mit einem kleinen Erdungsstab zu verbinden. Diese Technink wird auch zum Schutz vor streunenden Tieren und zur Hütung besonders widerspenstiger Tiere verwendet.
So funktioniert ein Elektrozaunsystem!
Ein Elektrozeunsystem besteht aus einem Elektrozaungerät, welches regelmässige Stromimpulse erzeugt, einem oder mehreren Drähten, die den Strom transportieren und gegenüber der Erde isoliert sind. Diese Isolation wird durch Verwendung von Isolatoren erreicht, damit der Strom nicht in den Boden abgeleitet wird. Der vierte Bestandteil ist die Erdung des Elektrozaungerätes, welche in möglichst feuchtem Erdraich so tief als möglich platziert werden soll. Wenn das Tier nun den Draht berührt, wird ein Stromkreis geschlossen, d.h. der elektrische Strom fliesst durch das Tier und die Erde zurück zum Gerät. Das Tier erhält dadurch einen unangenehmen, wenngleich ungefährlichen Stromschlag und weicht zurück. (Es ist also nicht zwingend erforderlich, dass der Zaundraht eine Schleife bilden muss). Ein solches Elektrozaunsystem wird sowohl zur Einzäunug als auch zur Abwehr von Tieren erfolgreich angewendet.
Vollkommen ungefährlich
Der Stromstoss, den ein Tier beim Berühren des Drahtzaunes bekommt dauert gerade mal 0.0005 Sekunden. Bleibt der Kontakt danach bestehen, wird der Stromstoss alle 1,2 Sekunden wiederholt. Der elektrische Weidezaun ist vollkommen sicher. Das System ist zudem auch noch viel schonender für die Tiere als ein Stacheldrahtzaun, der bei Kontakt Verwundungen hervorrufen kann.
Die Erdung und Isolation
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Je besser die Erdung des Weidezaungerätes desto grösser der Wirkungsgrad der erzeugten Impulse.
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Die Isolation des Leitermaterials verhindert mit Hilfe durchschlagfester Isolatoren unnötige Ableitungen der Impulse an die Erde.
Die Isolation und Erdung beeinflussen die Wirksamkeit des Elektrozaunes. Die Erdung des Weidezaungerätes muss unabhängig von der des Hauses sein und sollte mindestens in einem Abstand von 10 m zum Haus in möglichst feuchtem Erdreich mit Hilfe eines verzinkten Erdstabes erfolgen. Zu empfehlen sind mehrere Erdstäbe, die möglichst tief (ca. 1 m) in den Boden gesteckt werden.
Diese Stäbe sollten unterirdisch miteinander verbunden sein. Sie sorgen für eine gute Verbindung zwischen Weidezaungerät und Erdstab. Dazu sollte ein gut leitendes Anschlusskabel (z.B. verzinkter Eisendraht 2,5 mm² Ø) verwendet werden.
Bei ungünstigen örtlichen Verhältnissen (sehr trockener Boden) empfehlen wir die Erdung zu optimieren; unter anderem durch zusätzliche Erdstäbe. Als weitere zuverlässige Hilfe in der Praxis hat sich die Installation eines neutralen Eisendrahtes parallel zum stromführenden Leiter erwiesen, der seinerseits im Abstand von ca. 100 m imm wieder mit einem Erdstab verbunden wird. |