Pflanzenkohle als Einstreuzusatz bietet eine effiziente Möglichkeit, die Stallhygiene zu verbessern, Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig zur nachhaltigen Kreislaufwirtschaft beizutragen.
Warum Pflanzenkohle?
Die Schweiz hat sich das Ziel gesetzt, bis 2050 eine Netto-Null-Bilanz bei den Treibhausgasemissionen zu erreichen. Dies erfordert vor allem eine deutliche Reduktion der CO₂-Emissionen. Da nicht alle Emissionen vollständig vermieden werden können, sind zusätzlich Technologien erforderlich, die CO₂ aus der Atmosphäre aufnehmen und dauerhaft speichern können. Hier kommt Pflanzenkohle ins Spiel.
Durch ihre poröse Struktur funktioniert PK wie ein Schwamm, der Nährstoffe und Wasser speichert. Sie bindet CO₂ aus der Luft und gibt es langsam wieder in den Boden ab, was sich positiv auf die Bodenverhältnisse auswirkt. Auf diese Weise kann im Boden eingebrachte PK sogenannte "negative Emissionen" erzeugen, die wiederum dazu beitragen, das Netto-Null-Ziel bis 2050 zu erreichen.
Die Herstellung
Für die Herstellung von Pflanzenkohle wird ausschliesslich naturbelassenen Materials verwendet, darunter natürliche Wald-, Feld- und Gartenabfälle sowie unbehandeltes Holz. Pflanzenkohle entsteht bei Temperaturen zwischen 400 und 700 Grad Celsius unter Ausschluss von Sauerstoff auch Pyrolyse-Prozess genannt. Der Pyrolyse-Prozess ist besonders energieeffizient: Rund die Hälfte des eingesetzten Materials wird zu Pflanzenkohle, während die andere Hälfte in Synthesegas umgewandelt wird. Dieses Gas wird verwendet, um die Pyrolysekammer zu beheizen oder gelangt zur Verbrennung in Wärmeverbunde.
Pflanzenkohle als Einstreu
Pflanzenkohle als Einstreu im Stall bindet dank ihrer Porosität Ammoniak und andere unangenehme Gerüche effizient und verbessert so die Stallluftqualität, was wiederum das Tierwohl fördert. Die empfohlene Dosierung liegt bei etwa 10 % Pflanzenkohle zur bestehenden Einstreu. Damit werten Sie die bestehende Einstreu auf, machen diese Saugfähiger und können von den vielen Vorteilen der Pflanzenkohle als Einstreuzusatz profitieren.
Nach ihrer Verwendung kann die nährstoffreiche PK weiterhin als Dünger oder Bodenverbesserer in der Landwirtschaft genutzt werden. Aufgrund ihrer hohen Wasserbindungskapazität unterstützt sie Pflanzen auch durch längere Dürreperioden hinweg.
Sie möchten sich über die möglichen Einstreu-Lösungen informieren?
Gerne beraten wir Sie unverbindlich. Kontaktieren Sie uns.